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<title>Pinocchio</title>
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<p><b>Pinocchio</b> [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
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</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">piˈnɔkːjo</span></a></span></span>] ist eine <a href="Kinderbuch" class="mw-redirect" title="Kinderbuch">Kinderbuchfigur</a> des <a href="Italien" title="Italien">italienischen</a> Autors <a href="Carlo_Collodi" title="Carlo Collodi">Carlo Collodi</a>. Sie war der Held der ab dem 7. Juli 1881 unter dem Titel <i>Le Avventure di Pinocchio: Storia di un burattino</i> (Pinocchios Abenteuer: Geschichte einer Holzpuppe) in der <a href="Wochenzeitung" title="Wochenzeitung">Wochenzeitschrift</a> <i>Giornale per i Bambini</i> erschienenen <a href="Fortsetzungsgeschichte" class="mw-redirect" title="Fortsetzungsgeschichte">Fortsetzungsgeschichte</a>. 1883 erschienen die gesammelten 36 Episoden als Buch.
</p><p>Collodi verfolgte mit seinem <a href="Entwicklungsroman" title="Entwicklungsroman">Entwicklungsroman</a> pädagogische Absichten; seine Leser (er hatte etwa zehnjährige Schuljungen vor Augen) sollten zu fleißigem Lernen und Arbeiten, zu Gehorsam und Bedachtsamkeit angehalten werden. Pinocchio, die lebendige Puppe, ist zappelig, neugierig und verspielt, aber am Ende des Buches erreicht er das Lernziel und wird zur Belohnung in einen Menschenjungen verwandelt.
</p><p>Die Handlung des eher schmalen Buches ist abwechslungsreich und schreitet schnell voran, und hilfreiche sprechende Tiere sind ihre häufigsten Teilnehmer. Pinocchios „Eltern“, der alte <i>Geppetto</i>, der ihn <a href="Holzschnitzer" class="mw-redirect" title="Holzschnitzer">geschnitzt</a> hatte, und die <i><a href="Fee" title="Fee">Fee</a> mit den blauen Haaren</i>, ermahnen ihn, aber lieben ihn auch von Herzen. Die weiteren auftretenden Menschen sind keine <a href="Moral" title="Moral">moralischen</a> Vorbilder.
</p><p>Carlo Collodi „verdankt der Verwurzelung im <a href="Toskana" title="Toskana">Toskanischen</a> nicht nur eine <a href="Ironie" title="Ironie">ironische</a> Einstellung zum Leben, sondern auch eine farbige Ausdrucksweise, welche die Lebendigkeit und Natürlichkeit der gesprochenen Sprache widerspiegelt.“ Er schafft es, „die kindliche Perspektive in der Erzählung sprachlich und inhaltlich lebendig und humorvoll zu vermitteln“.<sup id="cite_ref-FJ_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-FJ-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er setzt immer wieder hintersinnige Pointen, die sich dem Leser erst durch <a href="Close_Reading" title="Close Reading">Close Reading</a> erschließen.
</p><p>Der Stoff wurde wiederholt übersetzt und adaptiert und noch öfter verfilmt. Diese Bearbeitungen schrieben Pinocchios <a href="Nase" title="Nase">Nase</a> eine Bedeutung zu, die sie in Collodis Buch nicht hatte. Dass Pinocchio <a href="L%C3%BCge" title="Lüge">lügt</a> und daraufhin seine Nase wächst, kommt im Buch nur an zwei Stellen vor, die zusammen keine drei Seiten umfassen. Bei Collodi ist Pinocchio kein <a href="Notorisch" title="Notorisch">notorischer</a> Lügner, sondern ein leichtsinniger Faulpelz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Handlung">Handlung</h2></div>
<div style="margin-left: 1em; border: 1px solid #999999; display: table; padding: 0 .5em;" class="poem">
<p>«C'era una volta...<br>
- Un re! - diranno subito i miei piccoli lettori.<br>
No, ragazzi, avete sbagliato. C'era una volta un pezzo di legno.»<br>
<br>
„Es war einmal...<br>
– Ein König!“, werden meine kleinen Leser sofort sagen.<br>
Nein, Kinder, ihr habt euch geirrt. Es war einmal ein Stück Holz.“<br>
<small>Beginn von <i>Le Avventure di Pinocchio</i></small>
</p>
</div>
<p>Eines Tages findet Tischler Antonio, der wegen seiner roten Nase „Meister Kirsche“ genannt wird, ein Holzscheit, das zu sprechen anfängt, als er es bearbeiten will. Da ihm die Sache nicht geheuer ist, schenkt er es seinem Freund, dem Holzschnitzer Geppetto. Geppetto ist von dem Holzklotz begeistert und beginnt sogleich mit dem Schnitzen einer <a href="Puppe" title="Puppe">Holzpuppe</a>, die er nach getaner Arbeit Pinocchio <i>(Holz-/ Dummköpfchen, <a href="Wortspiel" title="Wortspiel">Wortspiel</a> zwischen </i>pino<i> = <a href="Pinie" title="Pinie">Pinie</a> und dem <a href="Deminutiv" class="mw-redirect" title="Deminutiv">Deminutiv</a> von </i>pinco<i> = Dummkopf</i> <i>und</i> occhio = <i>Auge)</i> tauft. „Im Originalnamen steckt das lustige Bild der vom Kaminfeuer erhitzten Pinienzapfen, deren Kerne wie von selbst herausspringen.“<sup id="cite_ref-UD_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-UD-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu Geppettos Erstaunen erwacht die Puppe zum Leben und reißt ihrem Schöpfer aus. Beim Versuch, Pinocchio wieder einzufangen, landet Geppetto sogar im Gefängnis, kommt dann aber wieder frei und findet Pinocchio ausgehungert und reumütig in seinem Haus. Dieser verspricht, in Zukunft artig zu sein und zur Schule zu gehen. Trotz eisiger Kälte verkauft Geppetto seine einzige Jacke, um Pinocchio eine <a href="Fibel_(Schulbuch)" title="Fibel (Schulbuch)">Fibel</a> zu kaufen.
</p>
<p>Auf dem Weg zur Schule lässt sich Pinocchio von einem Puppentheater ablenken und schwänzt die Schule. Die anderen Puppen erkennen ihn sogleich als einen der ihren und es beginnt eine ausgelassene Feier. Der Theaterdirektor Feuerfresser ist darüber erbost und will Pinocchio als Feuerholz verwenden. Später bekommt er aber Mitleid mit ihm und schenkt ihm fünf Goldmünzen für seinen kranken Vater Geppetto. Freudig macht sich Pinocchio auf den Heimweg, wo er den Fuchs und den Kater trifft, denen er leichtsinnigerweise von seinem neuen Reichtum erzählt. Sie schlagen ihm vor, das Geld auf dem Wunderfeld zu vergraben, wo es sich von selbst vermehren soll. Nach einer Übernachtung in der Herberge <i>Zum Roten Krebs</i> trennen sich zunächst ihre Wege wieder. Pinocchio wird kurz darauf von zwei verkleideten Räubern verfolgt (in denen er Fuchs und Kater nicht erkennt). Da es ihnen nicht gelingt, ihm die Münzen zu entreißen, die er in seinem Mund versteckt hat, wird er von ihnen am Ast einer Eiche aufgehängt.
</p><p>In letzter Minute rettet ihn eine Fee mit dunkelblauen Haaren, lässt ihn in ihrem Schloss pflegen, und überredet ihn, die von drei Ärzten (Rabe, Kauz und Grille) verschriebene bittere Medizin zu schlucken. Pinocchio belügt die Fee, indem er dreimal behauptet, die Goldmünzen verloren zu haben, worauf jedes Mal seine Nase wächst. Nach einer halben Stunde wird er von seiner langen Nase befreit, durch eine Schar Spechte, die sie ihm wieder auf die natürliche Länge zurückschnitzen. Pinocchio will und darf bei der Fee bleiben, bricht aber gleich zu einem kurzen Spaziergang auf (der in Folge viele Monate dauern wird …)
</p>
<p>Pinocchio trifft nämlich abermals auf den Fuchs und den Kater, die ihn noch einmal überreden, sein Geld auf dem Wunderfeld zu vergraben. Auf diese Weise schaffen sie es dieses Mal, ihm sein Geld zu stehlen. Als Pinocchio den Diebstahl anzeigt, steckt ihn der Richter überraschenderweise selbst ins Gefängnis, aus dem er erst nach vier Monaten entlassen wird. Auf dem Heimweg zur Fee versucht er im Weinberg Trauben zu stehlen und tritt in ein Fangeisen. Der Bauer befreit ihn und legt ihn anstelle des verstorbenen Wachhunds an die Kette. In der Nacht verbellt Pinocchio die hühnerstehlenden Marder und wird zum Dank freigelassen.
</p><p>Auf einer Taube fliegt Pinocchio zur Meeresküste, um seinen Vater zu finden, der sich in der Zwischenzeit ein Boot gebaut hat, um seinen Sohn zu suchen. Am Ufer angekommen, sieht Pinocchio nur noch, wie Geppetto von einer großen Welle erfasst wird. Mutig stürzt er sich in die Fluten, um seinen Vater zu retten, doch von diesem ist keine Spur zu sehen. Erschöpft gibt Pinocchio auf und wird auf die Insel der fleißigen Bienen gespült. Dort will ihm niemand etwas zu essen geben, weil er nicht arbeiten will. Schließlich hilft er doch einer Frau, einen schweren Korb nach Hause zu tragen.
</p>
<p>Die Frau entpuppt sich als die Fee mit den dunkelblauen Haaren, die ihn schon vorher aus Schwierigkeiten gerettet hatte. Wieder zeigt Pinocchio Reue und verspricht, sich in Zukunft zu bessern und zur Schule zu gehen. Dafür verspricht ihm die Fee, dass er eines Tages ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut werden würde. Pinocchio erweist sich in der Schule als aufmerksamer und fleißiger Schüler. Aber eines Tages verführen ihn seine Mitschüler dazu, zu schwänzen und einen Ausflug ans Meer zu machen. Dort gerät er mit seinen Kameraden in Streit, flieht vor den eingreifenden Polizisten und deren Hund ins Meer und wird von einem Fischer gefangen, der ihn in der Pfanne braten und verspeisen will.
</p><p>Pinocchio entwischt und kehrt zur Fee zurück, die ihm erneut verzeiht: Von morgen früh an soll er keine Holzpuppe mehr sein, sondern ein Mensch. Mit Einverständnis der Fee will Pinocchio seine Schulkameraden zu einer Feier mit Milchkaffee und (beidseitig bestrichenen) Butterbroten einladen. In einer Stunde will er zurück sein. Als er seinen Freund Romeo, genannt „Docht“, trifft, überredet ihn dieser, mit ihm in das „Spielzeugland“, durchzubrennen, wo es keine Schule gibt und niemand zu lernen braucht. Nach langem Zögern erliegt Pinocchio der Versuchung und die beiden reisen um Mitternacht mit einem von zwölf Eseln gezogenen Karren in das Wunderland.
</p>
<p>Zunächst sind Pinocchio und seine Freunde begeistert vom Paradies ohne Pflichten, doch nach fünf Monaten wachsen ihnen Eselsohren und sie verwandeln sich alle in Esel. Die Esel werden verkauft; Pinocchio gelangt in einen Zirkus, in dem er tanzen und durch einen Reifen springen muss. Als er sich während einer Vorstellung verletzt und nun lahmt, wird er an einen Mann weiterverkauft, der aus der Eselshaut eine Trommel fertigen möchte. Er versucht, den Esel zu töten, indem er ihn ins Meer wirft, doch nachdem Fische den Esel aufgefressen haben, bleibt nur der hölzerne Pinocchio übrig, der rasch davonschwimmt.
</p><p>Im Meer wird Pinocchio von einem „Riesenhaifisch“ verschluckt (den Collodis Illustratoren immer wie einen Wal darstellen). Im Bauch des Fisches trifft er unerwartet seinen Vater Geppetto wieder, der sich mit den Vorräten eines vom Hai verschluckten Handelsschiffes wohnlich eingerichtet hat. Da der Hai in der Nacht mit offenem Mund schläft (da er an Asthma und Herzbeschwerden leidet), können die beiden (und ein mitgefangener Thunfisch) den Fisch über das Maul verlassen.
</p>
<p>Gepetto und Pinocchio, vom Thunfisch an Land getragen, beziehen am Ufer eine verlassene Strohhütte. Um seinen kranken Vater zu versorgen, beginnt Pinocchio schwer zu arbeiten, indem er für einen Bauern ein <a href="G%C3%B6pel" title="Göpel">Göpelwerk</a> dreht und <a href="Binse" class="mw-redirect" title="Binse">Binsenkörbe</a> flicht. Als er erfährt, dass die Fee mit den blauen Haaren erkrankt und verarmt ist, lässt er ihr seine mühevoll ersparten vierzig Groschen zukommen. In der Nacht erscheint ihm die Fee im Traum und lobt sein gutes Herz, das schwerer wiege als ein Mangel an „Gehorsam und gutem Betragen“. Als Pinocchio am nächsten Morgen aufwacht, ist er ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut und die Strohhütte hat sich in ein schönes Zimmer verwandelt, „das schlicht und vornehm zugleich“ eingerichtet ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Figuren">Figuren</h2></div>
<p>Eine Vielzahl von Figuren bevölkert Collodis Märchen, manche von ihnen kehren in späteren Episoden wieder, aber die meisten treten nur jeweils einmal auf. Hier werden nur die wichtigsten angeführt, in der Reihenfolge ihres Auftretens, mit Angabe des Kapitels ihres ersten Auftretens.
</p>
<ul><li>(Kap. I) Meister Kirsche (<i>mastro Ciliegia</i>, weil seine Nasenspitze „immer so dunkelrot glänzt wie eine reife Kirsche“) ist <a href="Tischler" title="Tischler">Tischler</a>. Er findet das Holzstück, aus dem später Pinocchio werden wird. Als er versucht, daraus ein Tischbein zu machen, schreit das Holz auf: „Schlag mich nicht!“ Obwohl er mit Geppetto, der ihn respektvoll als <i>Mastr’Antonio</i> anspricht, befreundet ist, geraten die beiden in einen heftigen Streit (den angefacht zu haben, Pinocchios erster Streich ist.)<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>3.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. II) Geppetto ([dʒeˈpːetːo], ein Spitzname für <a href="Giuseppe" title="Giuseppe">Giuseppe</a>), wegen seiner gelben <a href="Per%C3%BCcke" title="Perücke">Perücke</a> als <i>Maisbrei</i> <i>(Polendina)</i> verspottet, ist ein „rüstiger alter“ <a href="Holzschnitzer" class="mw-redirect" title="Holzschnitzer">Holzschnitzer</a>, der in ärmlichen Verhältnissen lebt. Er schnitzt Pinocchio, um mit ihm später durch die Welt zu ziehen und sich „ein Stück Brot“ und „ein Glas Wein“ zu verdienen. Er verkauft seine einzige (schäbige) Jacke, um mit dem Geld für Pinocchio, der in die Schule gehen will, eine <a href="Fibel_(Schulbuch)" title="Fibel (Schulbuch)">Fibel</a> zu kaufen. Zwei Jahre im Bauch des Riesenhais haben ihn zum <a href="Invalidit%C3%A4t" title="Invalidität">Invaliden</a> gemacht, aber nach Pinocchios Verwandlung in einen Jungen wird er wundersamerweise „gesund und munter und gutgelaunt wie einst“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. III) Pinocchio ([piˈnɔkːjo]) wird im Titel und in der gesamten Geschichte immer als <i>burattino</i> bezeichnet. Dies bedeutet eigentlich eine <a href="Handpuppe" title="Handpuppe">Handpuppe</a>. Pinocchio könnte eher <a href="Marionette" title="Marionette">Marionette</a> genannt werden, wenn er sich nicht selbst bewegen würde, anstatt an Schnüren zu hängen. Korrekt ist er als <i>Mannequin</i> zu bezeichnen, in der alten Bedeutung einer <a href="Gliederpuppe" title="Gliederpuppe">Gliederpuppe</a> für den <a href="Kunstunterricht" class="mw-redirect" title="Kunstunterricht">Kunstunterricht</a>. Pinocchio ist bekleidet mit einem „Kleidchen aus geblümtem Papier, einem Paar Schuhe aus <a href="Baumrinde" class="mw-redirect" title="Baumrinde">Baumrinde</a> und einem Hütchen aus <a href="Brotkrume" class="mw-redirect" title="Brotkrume">Brotkrumen</a>“.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>3.3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er ist im Grunde ein gutes Kind, neugierig und naiv, aber er lässt sich oft von schlechter Gesellschaft verführen. Während er sich rechtfertigt, verfällt er ins Lügen, wonach plotzlich seine Nase riesig wird. Wenn er seine Lüge zurücknimmt, schrumpft die Nase wieder.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>3.4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach seiner Verwandlung ist er ein hübscher Junge „mit kastanienbraunem Haar, blauen Augen und heiterer und festlicher Miene“.<sup id="cite_ref-5-1" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. IV) Die Sprechende <a href="Echte_Grillen" title="Echte Grillen">Grille</a> (<i>Grillo parlante</i>, in Adaptionen auch <i>Jiminy Cricket</i> oder <i>Pepe</i>) ist „geduldig und klug“ und wohnt schon seit mehr als hundert Jahren in Geppettos Zimmer. Sie ermahnt Pinocchio zum Gehorsam gegenüber den Eltern und wird von diesem totgeschlagen. In Kap. XIII erscheint sie als „Schatten“ erneut und wiederholt mit leiser Stimme „aus dem Jenseits“ ihre Ermahnungen. In Kap. XVI ist die Grille wieder höchst lebendig und eine der drei Ärzte am Krankenbett Pinocchios im Haus der Fee. Im letzten Kapitel lässt die Grille Pinocchio und Geppetto in ihre (von der Blauen Fee geschenkte) Strohhütte einziehen.</li></ul>
<ul><li>(Kap. X) Feuerfresser (<i>Mangiafuoco</i>, [mandʒaˈfwɔko]) ist <a href="Puppenspieler" class="mw-redirect" title="Puppenspieler">Puppenspieler</a> des <i>Gran Teatro dei Burattini</i> (Großes Puppentheater). Trotz seiner grimmigen Erscheinung als rotäugiger langbärtiger Mann und seines <a href="Cholerisch" class="mw-redirect" title="Cholerisch">cholerischen</a> Charakters ist er nicht grundsätzlich böse. Immer wenn er gerührt ist, muss er niesen. Nachdem Pinocchio ihm von der Armut seines Vaters erzählt hat, schenkt er ihm fünf Goldmünzen.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XI) <a href="Harlekin" title="Harlekin">Harlekin</a> <i>(Arlecchino)</i> soll als Brennholz ins Feuer geworfen werden, um des Feuerfressers Hammelbraten fertig zu garen. Pinocchio will sich an seiner Stelle opfern. Der Feuerfresser muss niesen und verschont beide.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XII) <a href="Katzen" title="Katzen">Kater</a> und <a href="Fuchs_(Raubtier)" title="Fuchs (Raubtier)">Fuchs</a> <i>(Il Gatto e la Volpe)</i> sind die einzigen bösen Tiere in der Erzählung. Zunächst sind sie nur relativ harmlose <a href="Vagabund" class="mw-redirect" title="Vagabund">Vagabunden</a>, die vorgeben, blind (der Kater) bzw. lahm (der Fuchs) zu sein, und die versuchen, Pinocchio um seine Goldmünzen zu prellen. Nachdem sie auf Kosten Pinocchios üppig zu Abend gegessen haben, wollen sie ihm (verkleidet) die Münzen mit Gewalt abnehmen – ohne Erfolg, da Pinocchio von der Fee gerettet wird.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>3.5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Pinocchio, der die beiden in ihrer Verkleidung nicht erkannt hatte, vertraut ihnen erneut, und diesmal gelingt ihnen der Betrug.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>3.6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Geld bringt ihnen kein Glück; im letzten Kapitel erscheinen Kater und Fuchs wieder und zwar elender als je zuvor.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XIII) Der Wirt <i>(Oste)</i>, Eigentümer des Wirtshauses <i>Zum Roten Krebs</i> <i>(Gambero Rosso)</i>, ist Komplize von Kater und Fuchs. Er kassiert für das Abendessen von Pinocchio eine Goldmünze und schickt ihn um Mitternacht auf den Weg zum Feld der Wunder.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XIV) Die Mörder (<i>Due Assassini</i> oder <i><a href="Brigant" title="Brigant">Briganti</a></i>) sind Kater und Fuchs, „zwei düstere, in Kohlesäcken steckende Gestalten“, die von Pinocchio „Geld oder Leben!“ fordern. Mit einem Messer bedroht, beißt Pinocchio dem kleineren Mörder die Hand ab, die als Katzenpfote auf den Boden fällt. Nach stundenlanger Verfolgungsjagd hängen ihn die Mörder mit einer <a href="Erh%C3%A4ngen" title="Erhängen">Schlinge um den Hals</a> an der Großen Eiche auf.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XV) Die Fee mit den dunkelblauen Haaren <i>(Fata dai Capelli turchini)</i> erscheint Pinocchio zum ersten Mal als schönes kleines Mädchen <i>(bambina)</i> am Fenster ihres Hauses, mit einem Gesicht „so weiß wie eine <a href="Wachsfigur" class="mw-redirect" title="Wachsfigur">Figur aus Wachs</a>“. Sie behauptet, tot zu sein. Im nächsten Kapitel erklärt Collodi seinen Lesern, dass es sich bei dem Mädchen um eine „gütige <a href="Fee" title="Fee">Fee</a>, die seit mehr als tausend Jahren“ hier lebe, handle. Die Fee lässt Pinocchio durch einen <a href="Falken" title="Falken">Falken</a> von dem <a href="Galgen" title="Galgen">Galgen</a> befreien und durch ihren Diener Medoro in ihr Haus bringen. Sie heilt ihn vom Fieber und erklärt, Lügen sofort zu erkennen: „Es gibt solche, die kurze Beine haben, und solche, die eine lange Nase haben. Deine ist eine von denen mit einer langen Nase.“<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>3.7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br>Nach langer Abwesenheit zum Haus der Fee zurückgekehrt, findet Pinocchio nur mehr den <a href="Grabstein" title="Grabstein">Grabstein</a> vor, unter dem <i>la bambina dai capelli turchini</i> gegraben liegt, gestorben aus Trauer um den verlorenen „kleinen Bruder“ Pinocchio.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>3.8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein wenig später trifft Pinocchio die Fee lebendig und als erwachsene Frau wieder, die statt der Rolle einer Schwester nun jene der Mutter einnimmt. Sie ermahnt ihn, folgsam zu sein, gerne zu lernen und zu arbeiten, nicht zu lügen und in die Schule zu gehen. Diesmal lebt er längere Zeit bei ihr und wird wirklich ein braver Schüler.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>3.9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br>Als Esel erblickt Pinocchio die Fee unter den Zuschauern des <a href="Zirkus" title="Zirkus">Zirkus</a>;<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>3.10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auf einem Felsen in Meer stehend, versucht eine <a href="Hausziege" title="Hausziege">Ziege</a> mit blauem Fell den schwimmenden Pinocchio vor dem Riesenhaifisch zu warnen;<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>3.11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der Strohhütte der Ziege lebend, erfährt Pinocchio von Armut und Krankheit der Fee und lässt ihr sein ganzes Geld bringen. An seinem letzten Tag als Holzpuppe erscheint ihm die Fee im Traum, lobt ihn und dankt ihm für sein gutes Herz. Sie verabschiedet sich mit: „Sei auch künftig vernünftig, und du wirst glücklich sein.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>3.12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br>Das Motiv der <i>Blauen Fee</i> hat Collodi aus toskanischen Volksmärchen entlehnt.<sup id="cite_ref-UD_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-UD-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Turchino</i> (<a href="Preu%C3%9Fischblau_(Farbe)" title="Preußischblau (Farbe)">Preußischblau</a>, ein sehr dunkles Blau) wird (auch von <a href="Italien" title="Italien">Italienern</a>) oft mit <i>Turchese</i> (<a href="T%C3%BCrkis_(Farbe)" title="Türkis (Farbe)">Türkis</a>, also hellblau) verwechselt, was in Adaptionen zu Unsicherheit geführt hat. In diesen tritt daher gelegentlich eine blonde <i>Blue Fairy</i> auf, die blaue Kleider trägt, so z. B. im Disneyland Paris. Dass die Fee zweimal ihren Tod überlebt und so schnell altert, hat nicht minder für <a href="Irritation" title="Irritation">Irritationen</a> gesorgt.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XVI) Medoro ist ein Diener der Fee, „ein prächtiger <a href="Pudel" title="Pudel">Pudel</a>“, der aufrecht wie ein Mensch geht und in eine <a href="Kutscher" title="Kutscher">Kutscher</a>-<a href="Livree" title="Livree">Livree</a> gekleidet ist, mit <a href="Dreispitz" title="Dreispitz">Dreispitz</a>, weißer Perücke und brauner Jacke mit zwei großen Taschen, „in denen er die Knochen, die ihm die Herrin bei Tisch schenkte, aufzubewahren pflegte“. Bei Regenwetter kann er seinen Schwanz „in eine Art <a href="Etui" title="Etui">Schirmfutteral</a>, ganz aus dunkelblauer Atlasseide“ stecken. Er bringt den von der Eiche genommenen Pinocchio mit einer Kutsche ins Haus der Fee.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XVI) Die drei Ärzte beraten am Krankenbett Pinocchios darüber, ob Pinocchio tot oder lebendig ist. Der <a href="Raben_und_Kr%C3%A4hen" title="Raben und Krähen">Rabe</a> hält den Patienten für tot, der <a href="K%C3%A4uze" title="Käuze">Kauz</a> für lebendig, die Grille erinnert den Jungen an seine Missetaten und bringt ihn damit zum Weinen. Daraufhin meint der Rabe: „Wenn der Tote seufzt, ist das ein Zeichen, dass er auf dem Weg der Genesung ist.“ Der Kauz hält dagegen: „Wenn der Tote weint, ist das ein Zeichen, dass er ungern stirbt“.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XIX) Der Richter ist ein alter, großer <a href="Gorilla" class="mw-redirect" title="Gorilla">Gorilla</a>, der Pinocchios Klage um den Diebstahl der Goldmünzen mit viel Wohlwollen anhört, Anteil nimmt und Rührung zeigt, bevor er sein Urteil fällt: „Dieser arme Teufel wurde um vier Goldstücke beraubt: Ergreift ihn deshalb und werft ihn sofort ins Gefängnis.“ Zwei „als Polizisten gekleidete Fleischerhunde“ <i>(Mastini)</i> führen den Befehl aus.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XX) Die Riesenschlage mit grüner Haut, feurigen Augen und einem rauchenden Schwanz versperrt Pinocchio den Weg. Nachdem dieser stolpert und kopfüber in den Schlamm fällt, wobei er mit den Beinen in der Luft zappelt, muss die Schlange so stark lachen, dass ihr eine Ader platzt und sie stirbt.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXI) Der Bauer ist der Besitzer des Weinbergs, in dem Pinocchio beim Versuch, <a href="Muskateller" title="Muskateller">Muskatellertrauben</a> zu stehlen, von einem <a href="Tellereisen" title="Tellereisen">Tellereisen</a> gefangen wurde. Er legt Pinocchio das Halsband seines verstorbenen Hundes <i>Melampo</i> um und hängt ihn an die Kette, damit er den Hühnerstall bewache.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXII) Die vier <a href="Marder" title="Marder">Marder</a> wecken den in der Hundehütte schlafenden Pinocchio auf und schlagen ihm vor, gemeinsame Sache mit ihnen zu machen, wie es schon Melampo getan hatte: „Wir kommen einmal die Woche und nehmen acht Hühner mit. Sieben essen wir, und eins geben wir dir.“ Pinocchio geht zum Schein auf den Vorschlag ein, sperrt die Marder im Stall ein und verbellt sie. Während die Marder als „süßsaurer Hasenbraten“ enden, wird Pinocchio vom Bauern freigelassen.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXIII) Die <a href="Tauben" title="Tauben">Taube</a>, die „größer als ein <a href="Truthahn" class="mw-redirect" title="Truthahn">Truthahn</a>“ ist, hört, in großer Höhe fliegend, Pinocchio lauthals am Grabmal der verstorbenen Fee weinen. Auf ihrem Rücken fliegt Pinocchio „mehr als tausend Kilometer weit“ ans Meer, wo Geppetto dabei ist, mit einem kleinen Boot in See zu stechen, um seinen Sohn zu suchen. Unterwegs lernt Pinocchio von der Taube, dass auch <a href="Wicken_(Vicia)" title="Wicken (Vicia)">Wicken</a> gut schmecken, wenn man Hunger hat.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXVII) Alidoro, ein Fleischerhund (<a href="Mastino_Napoletano" title="Mastino Napoletano">Mastino Napoletano</a>), hetzt im Auftrag zweier Polizisten Pinocchio, gerät dabei ins tiefe Wasser und droht als Nichtschwimmer zu ertrinken. Aus Mitleid rettet Pinocchio seinen Verfolger und die beiden schließen Freundschaft, die sich bewährt: Wenig später rettet Alidoro den in Mehl gewälzten Pinocchio, kurz bevor er vom gefrässigen Fischer in der Pfanne gebraten wird.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>3.13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXVIII) Der grüne Fischer (<i>Pescatore verde</i>) ist ein grässliches Ungeheuer: „Anstelle von Haaren wucherte ein dichtes Gestrüpp aus grünem Gras auf seinen Kopf, grün waren seine Augen, grün war sein langer, langer Bart. […] Er sah aus wie eine Riesen<a href="Eidechse" class="mw-redirect" title="Eidechse">eidechse</a>, die auf den Hinterbeinen steht.“ Auch als Pinocchio ihm erklärt, kein Fisch zu sein, nimmt er ihm die Kleider ab und wälzt ihn im Mehl. Der vom Bratengeruch angelockte Alidoro entreißt dem Fischer die Holzpuppe. „Auf dieser Welt müssen alle einander helfen.“ <a href="R%C3%A9sum%C3%A9" class="mw-redirect" title="Résumé">resumiert</a> der Lebensretter.<sup id="cite_ref-16-1" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>3.13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXIX) Die große <a href="Schnecken" title="Schnecken">Schnecke</a> (<i>Grossa lumaca</i>) ist eine Dienerin der Fee und erscheint am Fenster im vierten Stockwerk, als Pinocchio an die Tür klopft: „Mein Junge, ich bin eine Schnecke, und Schnecken sind niemals in Eile.“ Nach neun Stunden ist die Schnecke zur Haustür gelangt; inzwischen hat der ungeduldige Pinocchio in die Tür getreten und ist in ihr stecken geblieben. Seine Befreiung lässt auf sich warten: „Mein Junge, dazu braucht man einen Schreiner, und ich habe noch nie als Schreinerin gearbeitet.“ Als Monate später die Schnecke Pinocchio von Armut und Krankheit der Fee erzählt und von ihm zur Unterstützung vierzig Groschen erhält, läuft sie „entgegen ihrer Gewohnheit, wie eine Eidechse während der <a href="Hundstage" title="Hundstage">Hundstage</a> im August“ mit dem Geschenk zu ihrer Herrin.<sup id="cite_ref-5-2" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXX) Romeo, genannt Docht (<i>Lucignolo</i>, in älteren Übersetzungen <i>Röhrle</i>) ist ein großer, dünner Junge und „der größte Faulpelz und Taugenichts der ganzen Schule, aber Pinocchio mochte ihn trotzdem sehr gern“. Er überredet Pinocchio, ins Spielzeugland mitzukommen, wo es weder Schulen noch Lehrer noch Bücher gibt. „Der Donnerstag ist schulfrei und jede Woche hat sechs Donnerstage und einen Sonntag.“ Nach fünf Monaten im Spielzeugland verwandeln sich die beiden Freunde in <a href="Hausesel" title="Hausesel">Esel</a>. Während Pinocchio an einen Zirkus verkauft wird, gerät Docht an einen Bauern. Nach seiner Rückverwandlung in eine Holzpuppe trifft Pinocchio seinen Freund im Stall des Bauern. Docht, „vor Hunger und Überanstrengung völlig ausgezehrt“, stirbt im Beisein Pinocchios.<sup id="cite_ref-5-3" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXI) Der Kutscher (<i>Omino di burro</i> oder <i>Il Cocchiere</i>) ist ein freundlich lächelnder kleiner Mann mit einer <a href="Peitsche" title="Peitsche">Peitsche</a>. Er ist sehr dick, hat ein rosiges Gesicht und schläft nie. Seine Stimme klingt so süß wie Honig. Er lenkt den mit vierundzwanzig Eseln bespannten Wagen ins Spielzeugland. Nachdem sich die Kinder in Esel verwandelt haben, verkauft er sie auf dem <a href="Viehmarkt" title="Viehmarkt">Markt</a>, nachdem er sie gut <a href="Striegel_(Tierpflege)" title="Striegel (Tierpflege)">gestriegelt</a> hat. „Und auf diese Weise hat er in wenigen Jahren einen Haufen Geld verdient und war <a href="Million%C3%A4r" class="mw-redirect" title="Millionär">Millionär</a> geworden.“<sup id="cite_ref-13-1" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>3.10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXIII) Der Direktor (<i>Direttore</i>) einer Gruppe von Spaßmachern und Seiltänzern kauft den Esel Pinocchio, um ihn zu dressieren und im Zirkus springen und tanzen zu lassen. Nach drei Monaten <a href="Dressur" title="Dressur">Dressur</a> mit der Peitsche lernt der Esel, „wie man durch Reifen springt, mit dem Kopf Pappfässer durchstößt und <a href="Walzer_(Tanz)" title="Walzer (Tanz)">Walzer</a> und <a href="Polka" title="Polka">Polka</a> aufrecht auf den Hinterbeinen tanzt.“ Doch bei seiner Debütvorstellung stürzt Pinocchio, abgelenkt durch den Anblick der Fee im Publikum, schwer und lahmt forthin.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXIII) Der Käufer (<i>Compratore</i>) des Esels will aus dessen Fell eine <a href="Trommel" title="Trommel">Trommel</a> machen. Er versenkt den Esel im Meer, um ihn zu ertränken. Als er das Seil wieder herauszieht, hängt statt des Esels eine Holzpuppe daran, „die mit dem Schwanz wedelt wie ein <a href="Aale" title="Aale">Aal</a>“. Pinocchio entflieht dem über den Verlust seiner vierzig <a href="Soldo" title="Soldo">Soldi</a> wütenden Mann.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXIV) Der Riesenhai (<i>Il Terrible Pesce-Cane</i>) ist „größer als ein fünfstöckiges Haus“ und durch seinen Schlund „kann ein <a href="Eisenbahnzug" class="mw-redirect" title="Eisenbahnzug">Eisenbahnzug</a> samt <a href="Dampflokomotive" title="Dampflokomotive">dampfender Lokomotive</a> Platz finden“.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>3.14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der im Meer schwimmende Pinocchio versucht vergeblich, den rettenden Felsen mit der blauen Ziege zu erreichen. Im Bauch des Ungeheuers findet er zunächst einen <a href="Thunfische" title="Thunfische">Thunfisch</a> und dann seinen Vater Geppetto, der schon zwei Jahre zuvor gefressen worden war. Die drei fliehen, während der Fisch mit offenem Mund schläft, indem sie über drei Reihen von Reißzähnen klettern.</li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXIV) Der Thunfisch (<i>Tonno</i>), „so groß und kräftig gebaut wie ein zweijähriges Kalb“, mitgefangen im Riesenhai, findet sich zunächst mit seinem Schicksal ab: „Wenn man als Thunfisch geboren wird, ist es würdevoller, unter Wasser zu sterben als im Öl.“ Dann folgt er jedoch Pinocchio und Geppetto nach und trägt die beiden inzwischen erschöpften Schwimmer auf seinem Rücken ans Ufer. Wohlbehalten angekommen, bedankt sich Pinocchio bei ihm mit einem „zärtlichen Kuss auf den Mund“.<sup id="cite_ref-5-4" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>3.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>(Kap. XXXVI) Giangio heißt der Gemüsebauer, der den Esel Docht gekauft hat.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>3.15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Grille schickt Pinocchio zu Giangio, der ihm ein Glas Milch für den kranken Geppetto geben kann. Für dieses Glas Milch muss Pinocchio mit dem <a href="G%C3%B6pel" title="Göpel">Göpelwerk</a> hundert Eimer Wasser aus der <a href="Zisterne" title="Zisterne">Zisterne</a> pumpen. Der Esel, der das bisher erledigt hatte, liegt im Sterben: Es handelt sich um Docht. Giangio lacht über Pinocchios Trauer: „Wie?! Du hattest Esel als Schulkameraden? – Ich kann mir vorstellen, was du für tolles Zeug gelernt hast!“. Pinocchio arbeitet fünf Monate für den Bauern.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutung">Deutung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Realismus">Realismus</h3></div>
<p>„Die Geschichte von Pinocchio ist <a href="Realismus_(Literatur)" title="Realismus (Literatur)">realistisch</a> und doch zeitenthoben wie ein <a href="M%C3%A4rchen" title="Märchen">Märchen</a>: Die Abenteuer eines armen Kindes, das zwischen dem Impuls nach einem freien, von jeder Not befreiten Leben und der harten Realität hin und her gerissen wird, sind vor dem Hintergrund der harten Lebensbedingungen des vorindustriellen, agrarischen <a href="Geschichte_Italiens#Königreich_Italien_(1861–1946)" title="Geschichte Italiens">Italien der Jahrhundertwende</a> zu verstehen. Die Verwandlung des Pinocchio von der leichtsinnigen Marionette zum guten Kind bedeutet keine Befreiung aus der Armut.“<sup id="cite_ref-FJ_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-FJ-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Außer dem Umstand, dass der jugendliche Held der Geschichte eine Holzpuppe ist (weder <a href="Marionette" title="Marionette">Marionette</a> noch <a href="Hampelmann" title="Hampelmann">Hampelmann</a> – er wird nicht an Schnüren bewegt), werden nur wenige Elemente der Handlung märchenhaft dargestellt: Vor allem Pinocchios Verwandlung zum <a href="Hausesel" title="Hausesel">Esel</a> und die Verschluckung durch den Fisch. Diese Motive wurden zuvor von <a href="Apuleius" title="Apuleius">Apuleius</a> in dessen <i>Goldenen Esel</i> <i>(Metamorphosen)</i> bzw. vom <a href="Schriftpropheten" title="Schriftpropheten">Propheten</a> <a href="Jona" title="Jona">Jona</a>(s) des <a href="Zw%C3%B6lfprophetenbuch" title="Zwölfprophetenbuch">Zwölfprophetenbuchs</a> in die Weltliteratur eingeführt.
</p><p>Pinocchios Verstrickung in Schwierigkeiten geschieht realistisch und wird psychologisch <a href="Plausibel" class="mw-redirect" title="Plausibel">plausibel</a> aus seiner kindlichen Unreife abgeleitet. „Ungelenke Beine hat er, ist spittelig, zappelig, bleibt nicht zwei Minuten auf dem gleichen Fleck. […] Er faßt immer gute Vorsätze, sieht nie die Folgen seines Handelns voraus.“<sup id="cite_ref-UD_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-UD-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch sein robuster hölzerner Körper gibt Anlass für realistische Schilderungen: Pinocchio vermag sich mit kräftigen Schlägen zu wehren, hängt stundenlang am <a href="Galgen" title="Galgen">Galgen</a>, ohne zu <a href="Erstickung" title="Erstickung">ersticken</a>, schwimmt auf dem Wasser wie ein Stück Holz eben. Als ihm im Schlaf die Füße verbrennen, schnitzt ihm Geppetto neue und leimt sie ihm an.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Moral">Moral</h3></div>
<p>Außer von den „<a href="Bezugsperson" title="Bezugsperson">Bezugspersonen</a>“ Geppetto und Blaue Fee erhält Pinocchio moralische Belehrung durch eine Reihe von sprechenden Tieren, die ihn zu Fleiß, Gehorsam und gutem Betragen ermahnen und vor dem Einfluss von „schlechten Kameraden“ warnen. Er möchte aber nicht lernen und auch kein Handwerk ausüben. Der einzige Beruf, der ihm gefällt, ist: „Essen, trinken, schlafen, mich vergnügen und von früh bis spät ein <a href="Vagabund" class="mw-redirect" title="Vagabund">Vagabundenleben</a> führen.“<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>3.16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Die Grille prophezeit ihm daraufhin ein Ende im <a href="Armenhaus" title="Armenhaus">Armenhaus</a> oder im <a href="Gef%C3%A4ngnis" title="Gefängnis">Gefängnis</a>.
</p><p>Fleiß ist die <a href="Kleinb%C3%BCrger" title="Kleinbürger">kleinbürgerliche</a> <a href="Tugend" title="Tugend">Tugend</a>, der Pinocchios Väter, der eine karge Existenz führende Geppetto und der <a href="Risorgimento" title="Risorgimento">überzeugte Liberale</a> Collodi (der 1848 und 1859 am <a href="Italienische_Unabh%C3%A4ngigkeitskriege" title="Italienische Unabhängigkeitskriege">Italienischen Unabhängigkeitskampf</a> teilgenommen hatte), verpflichtet sind. Pinocchio lernt bis zum Ende der Geschichte seine Lektion; der Roman aber „vermag die Verwicklung nur auf der moralischen, nicht aber auf der sozialen Ebene zu lösen.“<sup id="cite_ref-FJ_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-FJ-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wie Armut keine Rechtfertigung für Diebstahl ist, ist Fleiß keine Garantie auf Reichtum. „Der Hunger, mein liebes Kind, ist kein Grund, sich Dinge anzueignen, die einem nicht gehören“ spricht das <a href="Gl%C3%BChw%C3%BCrmchen" class="mw-redirect" title="Glühwürmchen">Glühwürmchen</a> zum im <a href="Fangeisen" class="mw-redirect" title="Fangeisen">Fangeisen</a> feststeckenden Pinocchio.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>3.17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im 20. Jahrhundert änderte sich die Sicht auf Pinocchios Mängel: „Er ist Prahlhans, Hasenfuß, Lügen- und Raufbold“ urteilt ein Märchenkenner 1995.<sup id="cite_ref-UD_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-UD-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nichts in Collodis Roman rechtfertigt die Pauschalität dieses Urteils. Pinocchio ist faul und leichtsinnig, aber nicht boshaft oder <a href="Aggression" title="Aggression">aggressiv</a>. In beiden Raufereien verteidigt er sich nur;<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>3.18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wenn er lügt, dann nicht aus Bereicherungsabsicht, sondern aus Verlegenheit und schlechtem Gewissen.<sup id="cite_ref-7-1" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>3.4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Humanität"><span id="Humanit.C3.A4t"></span>Humanität</h3></div>
<p>Dass Pinocchio ein gutes Herz hat, beweist nicht nur seine Anhänglichkeit an Geppetto und die Liebe zur Blauen Fee; z. B. rettet er auch den Hund Alidoro vor dem Ertrinken<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>3.19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und erweist sich als Wachhund loyal gegenüber seinem „Arbeitgeber“.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>3.20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Weil du ein so gutes Herz hast, verzeihe ich dir all deine Streiche“, spricht die Fee vor der Verwandlung Pinocchios in einen Menschen, „Kindern, die ihren unglücklichen und kranken Eltern liebevoll beistehen, verdienen immer hohes Lob und große Zuneigung, auch wenn sie nicht als Musterbeispiele von Gehorsam und gutem Betragen gelten können.“<sup id="cite_ref-15-1" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>3.12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im scharfen Gegensatz zu den hilfreichen Tieren stehen die meisten der menschlichen Nebenfiguren des Romans: Der heuchlerische Kutscher als Esel- bzw. Menschenhändler, der menschenfressende Fischer, der willkürlich urteilende Richter, der cholerische Puppenspieler, der Zirkusdirektor, die Bauern, die Pinocchio ausbeuten, indem sie ihn an die Hundekette binden bzw. das Göpelwerk drehen lassen, die der Obrigkeit willfährigen Polizisten – sie sind allesamt keine moralischen Vorbilder.
</p><p>Es fällt auf, dass im Roman keine bösen Frauen auftreten, und dass die Sphäre der Religion vollständig ausgeklammert ist: Kirchen, christliche Gebräuche und Geistliche kommen nicht vor; es wird weder gebetet noch die Messe besucht. Dies steht im Einklang mit Collodis <a href="S%C3%A4kularismus" title="Säkularismus">säkularer Gesinnung</a> und dem Umstand, dass im <a href="K%C3%B6nigreich_Italien_(1861%E2%80%931946)" title="Königreich Italien (1861–1946)">Königreich Italien</a> von seiner Gründung 1861 <a href="Partito_Popolare_Italiano_(1919)" title="Partito Popolare Italiano (1919)">bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts</a> die katholische Kirche <a href="Non_expedit" title="Non expedit">von der Staatsführung ausgeschlossen</a> war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sozialisation">Sozialisation</h3></div>
<p><i>Pinocchio</i> ist die Geschichte einer <a href="Sozialisation" title="Sozialisation">Sozialisation</a>; ein Lausbub lernt, sich an die Normen der Erwachsenenwelt anzupassen. Dies ist das Ergebnis der aus seinen Abenteuern gewonnenen Erfahrung: „Nicht der Vater, sondern das Leben selbst lehrt ihn das rechte Handeln.“<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>4.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Pinocchios Kindheit wurde durch seine erfolgreiche Erziehung zu einem Abschluss gebracht. Er kann nur den Platz eines verantwortungsbewußten Erwachsenen einnehmen, indem er jenen des leichtsinnigen Kindes aufgibt. „Pinocchio ist somit auch die Illustration all dessen, was an ursprünglicher Kreativität, Geniehaftigkeit und Grazie durch Sozialisation verloren geht.“<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>4.2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ein_Buch_für_Erwachsene"><span id="Ein_Buch_f.C3.BCr_Erwachsene"></span>Ein Buch für Erwachsene</h3></div>
<p>Seit <a href="Giorgio_Manganelli" title="Giorgio Manganelli">Giorgio Manganelli</a> 1977 in seinem Buch <i>Pinocchio: un libro parallelo</i> sowie in Aufsätzen dazu aufgerufen hat, den Pinocchio als Erwachsenenbuch zu lesen – dieser Aufforderung haben sich Schriftsteller wie <a href="Antonio_Tabucchi" title="Antonio Tabucchi">Antonio Tabucchi</a> und <a href="Umberto_Eco" title="Umberto Eco">Umberto Eco</a> angeschlossen –, wird die literaturhistorische Dimension des Buches ernst genommen und die vermeintliche pädagogische Absicht des Kinderbuches tritt in den Hintergrund. Parallelen zu den Berichten über Jesus Christus und Bezüge zur spätantiken Satire werden erkennbar, zu <a href="Menippos_von_Gadara" title="Menippos von Gadara">Menippos von Gadara</a> und <a href="Lukian_von_Samosata" title="Lukian von Samosata">Lukian von Samosata</a> sowie zur Renaissance-Literatur werden erörtert. Statt um ein Kind geht es bei solchen Interpretationen um eine Variante der Narrenfigur, die den Leser in einen Prozess der Selbstreflexion verwickelt.
</p><p><a href="Italo_Calvino" title="Italo Calvino">Italo Calvino</a> bekannte kurz vor seinem Tode 1985, in <i>Pinocchio</i> stets sein erzählerisches Vorbild gesehen zu haben. Jede Episode stehe im Werk am richtigen Platz, jede Wiederkehr eines Motives sei wohlüberlegt, und die <a href="Peripetie" title="Peripetie">Peripetie</a> (Pinocchios Menschwerdung) trage den Charakter des Notwendigen.<sup id="cite_ref-MC_27-0" class="reference"><a href="#cite_note-MC-27"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Editionsgeschichte">Editionsgeschichte</h2></div>
<p>Carlo Collodi veröffentlichte die Geschichte der Holzpuppe zuerst im von Ferdinando Martini herausgegebenen <i>Giornale per i bambini</i>, der wöchentlichen Beilage der <a href="Tageszeitung" title="Tageszeitung">Tageszeitung</a> <i>Il Fanfulla</i>. Sie erschien unter dem Titel <i>La storia di un burattino</i> in acht Teilen zwischen dem 7. Juli und 27. Oktober 1881, in unregelmäßigen Abständen von einer bis fünf Wochen.
</p><p>Danach – mit dem Ende des späteren Buchkapitels XV – wollte Collodi Schluß machen. Pinocchio hing am Strick an der Großen Eiche, „schloss die Augen, öffnete den Mund, streckte die Beine und blieb nach einer letzten Zuckung wie erstarrt hängen“. Nach empörten Protesten der jugendlichen Leser kündigte zwei Wochen später der Herausgeber an, dass Pinocchio noch am Leben sei und dass „Herr C. Collodi […] euch noch allerhand von ihm erzählen wird. Das ist natürlich, denn ein […] Holzding wie Pinocchio hat harte <a href="Knochen" title="Knochen">Knochen</a>, und es ist nicht so leicht, ihn ins Jenseits zu befördern.“(zitiert bei<sup id="cite_ref-MS_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-MS-28"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)
</p>
<p>Ab dem 16. Februar 1882 erschienen, nun unter dem Titel <i>Le avventure di Pinocchio</i>, weitere Folgen, mit mehreren Unterbrechungen, bis zur letzten Episode am 25. Januar 1883. Drei Wochen danach kündigte eine <a href="Anzeige_(Medien)" title="Anzeige (Medien)">Anzeige</a> im <i>Corriere del Mattino</i> die vom <a href="Verlag" title="Verlag">Verlag</a> Felice Paggi besorgte und von Enrico Mazzanti illustrierte Buchausgabe an. 1890, als Carlo Collodi verstarb, erschien das Buch bereits in der 5. Auflage. „Since then, the spread of Pinocchio on the main markets for children’s book of the time, and from there throughout the world, was continuous and uninterrupted.“<sup id="cite_ref-FP_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-FP-29"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1889 war der Verlag Felice Paggi verkauft worden; er wurde unter dem Namen R. Bemporad weitergeführt. Ab 1901 erschienen die Abenteuer Pinocchios im neuen Verlag und mit neuen, von <a href="Carlo_Chiostri" title="Carlo Chiostri">Carlo Chiostri</a> gezeichneten und Adolfo Bongini gestochenen Illustrationen. Von 1910 an erschienen die Ausgaben mit Illustrationen von Attilio Mussino.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Englische_Übersetzungen"><span id="Englische_.C3.9Cbersetzungen"></span>Englische Übersetzungen</h2></div>
<p>Wirkungsvoll für die weltweite Verbreitung der Abenteuer Pinocchios waren die <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englischen</a> Übersetzungen. Deren erste, <i>The Story of a Puppet. The aventures of Pinocchio</i> erschien bereits 1892 bei T. Fisher Unwin in <a href="London" title="London">London</a> (mit einer separaten Ausgabe für die <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a>) und griff auf die Zeichnungen Mazzantis zurück. „[The book] met with enthusiastic reviews – no mean achievement in the land of children’s books.“<sup id="cite_ref-FP_29-1" class="reference"><a href="#cite_note-FP-29"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1898 bzw. 1899 erschien in <a href="Boston" title="Boston">Boston</a> als <a href="Raubdruck" title="Raubdruck">Raubdruck</a> <i>Pinocchio's Adventures in Wonderland</i>. Ohne Angabe eines Autors und des Zeichners, aber des <a href="Fiktiv" class="mw-redirect" title="Fiktiv">fiktiven</a> Übersetzers Hezekiah Butterworth erschienen, sind Text und Illustrationen ident mit jener der Londoner Ausgabe von Fisher Unwin. Der Hinweis auf das <i><a href="Alice_im_Wunderland" title="Alice im Wunderland">Wunderland</a></i> sollte einerseits die Vorlage verschleiern und andererseits von der Popularität des bekannten Kinderbuchs profitieren.
</p><p>Die erste eigenständige Ausgabe in den USA erschien 1904, vom Amerikaner Walter S. Cramp übersetzt und vom Amerikaner Charles Copeland illustriert. Sie wurde vom Verlag Ginn & Company unter zwei verschiedenen Titeln veröffentlicht, als <i>The adventures of Pinocchio</i> bzw. als <i>Pinocchio. The adventures of a marionette.</i> Die beiden Varianten unterscheiden sich nur im Titel und in den <a href="Titelvignette" class="mw-redirect" title="Titelvignette">Titelvignetten</a>. „From that time, well before the global success of <a href="Pinocchio_(1940)" title="Pinocchio (1940)">Walt Disney’s Pinocchio</a>, the adventures of the puppet were one of the best loved children’s books for many Americans and an important step for many illustrators.“<sup id="cite_ref-FP_29-2" class="reference"><a href="#cite_note-FP-29"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Übersetzungen_und_„Pinocchiaden“"><span id=".C3.9Cbersetzungen_und_.E2.80.9EPinocchiaden.E2.80.9C"></span>Übersetzungen und „Pinocchiaden“</h2></div>
<p>Bis 1940 – als in Italien das <a href="Urheberrecht" title="Urheberrecht">Urheberrecht</a> erlosch – wurde <i>Pinocchio</i> in alle europäischen Sprachen übersetzt, und auch in verschiedene außereuropäische. Gegenwärtig (2019) liegen Übersetzungen in geschätzt 240 Sprachen vor: Damit nimmt das Werk in der Weltliteratur den zweiten Platz ein und den ersten unter den italienischen Büchern.<sup id="cite_ref-.3_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-.3-30"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (Global hat nur <i><a href="Der_kleine_Prinz" title="Der kleine Prinz">Der kleine Prinz</a></i> die Nase vorn.<sup id="cite_ref-.5_31-0" class="reference"><a href="#cite_note-.5-31"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) Es ist außerdem das meistverkaufte Buch der italienischen Literatur.<sup id="cite_ref-.4_32-0" class="reference"><a href="#cite_note-.4-32"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Buch erschien 1905 erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel <i>Hippeltitsch’s Abenteuer</i> (in anderen Übersetzungen auch <i>Das hölzerne Bengele</i>), seit 1948 aber zumeist unter <i>Die Abenteuer des Pinocchio</i>.<sup id="cite_ref-.1_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-.1-33"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis heute erschienen so viele von Collodis Werk und der Figur Pinocchio inspirierte Texte, dass sich in der Fachliteratur dafür die Bezeichnung „Pinocchiade“ durchgesetzt hat. Eine Bibliographie von 1984 verzeichnet bereits über 400 Pinocchiaden.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine deutsche Version des Pinocchio schrieb <a href="Otto_Julius_Bierbaum" title="Otto Julius Bierbaum">Otto Julius Bierbaum</a>, die er 1905 unter dem Titel <i><a href="Z%C3%A4pfel_Kern" title="Zäpfel Kern">Zäpfel Kerns</a> Abenteuer, eine deutsche Kasperlegeschichte</i> veröffentlichte. Beigegeben waren 65 Zeichnungen von Arpad Schmidhammer.
</p><p>Von Pfarrer <a href="Anton_Grumann" title="Anton Grumann">Anton Grumann</a>, der 1913 ebenfalls eine deutsche Übersetzung veröffentlicht hatte, erschien 1931 die Fortsetzung <i>Die Geschichte von Bengeles Schwester</i>, die jedoch nicht weiter bekannt wurde.<sup id="cite_ref-.2_35-0" class="reference"><a href="#cite_note-.2-35"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> wurde das 1936 publizierte Kinderbuch <i>Die Abenteuer des <a href="Burattino" title="Burattino">Burattino</a> oder das goldene Schlüsselchen</i> von <a href="Alexei_Nikolajewitsch_Tolstoi" title="Alexei Nikolajewitsch Tolstoi">Alexei Nikolajewitsch Tolstoi</a> populär: eine freie Nacherzählung von Carlo Collodis Roman, deren Handlung nach dem ersten Viertel stark vom Original abweicht.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Autoren, die sich mit Collodis Werk auseinandergesetzt haben, sind <a href="Christoph_Meckel" title="Christoph Meckel">Christoph Meckel</a><sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, <a href="Peter_H%C3%A4rtling" title="Peter Härtling">Peter Härtling</a><sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Christine_N%C3%B6stlinger" title="Christine Nöstlinger">Christine Nöstlinger</a><sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausgaben">Ausgaben</h2></div>
<p>Als Autor wird, falls nicht anders angegeben, C(arlo) Collodi genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erste_italienische_Ausgaben">Erste italienische Ausgaben</h3></div>
<ul><li><i>La storia di un burattino.</i> Ab 1882: <i>Le avventure di Pinocchio.</i> in: <i>Giornale per i bambini</i>, 7. Juli 1881 bis 25. Januar 1883. (Illustrationen Ugo Fleres).</li>
<li><i>Le Avventure di Pinocchio. Storia di un Burattino.</i> (Illustrationen Enrico Mazzanti) Libreria Editrice Felice Paggi, Florenz 1883, 4. Ausgabe 1888, 6. Auflage 1892 <a href="https://de.wikisource.org/wiki/it:Le_avventure_di_Pinocchio_(1892)" class="extiw external" title="s:it:Le avventure di Pinocchio (1892)">(Wikisource)</a></li>
<li><i>Le Avventure di Pinocchio. Storia di un Burattino.</i> (Illustrationen <a href="Carlo_Chiostri" title="Carlo Chiostri">Carlo Chiostri</a>, Stecher Adolfo Bongini) R. Bemporad & figlio, Florenz 1901, Nuova edizione 1902 <a href="https://de.wikisource.org/wiki/it:Le_avventure_di_Pinocchio" class="extiw external" title="s:it:Le avventure di Pinocchio">(Wikisource)</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Le_avventure_di_Pinocchio" class="extiw external" title="c:Category:Le avventure di Pinocchio">(Abbildungen)</a>.</li>
<li><i>Le Avventure di Pinocchio. Storia di un Burattino.</i> (Illustrationen Attilio Mussino) R. Bemporad & figlio, Florenz 1910.</li>
<li><i>Le Avventure di Pinocchio. Storia di un Burattino.</i> (Illustrationen Luigi E. M. Augusta Cavlieri) Adriano Salani Editore, Florenz 1924.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Alte_englische_Ausgaben">Alte englische Ausgaben</h3></div>
<ul><li>(Erste englische Ausgabe:) <i>The Story of a Puppet. The aventures of Pinocchio.</i> (Übersetzung Mary Alice Murray, Illustrationen Enrico Mazzanti) T. Fisher Unwin, London 1892 (Digitale Version) <a href="https://de.wikisource.org/wiki/en:The_Story_of_a_Puppet" class="extiw external" title="s:en:The Story of a Puppet">(Wikisource)</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:The_Story_of_a_Puppet,_translation_Murray" class="extiw external" title="c:Category:The Story of a Puppet, translation Murray">(Abbildungen)</a>.
<ul><li>Simultane Ausgabe durch Cassell, New York 1892.</li></ul></li>
<li>(Raubdruck ohne Angabe eines Autors:) <i>Pinocchio's Adventures in Wonderland.</i> (Alcazar Series) (Übersetzung Hezekiah Butterworth, ab 1899 vier ganzseitige Farbtafeln von Quentin) (Alcazar Series) Jordan, Marsh & Co, Boston 1898, Neuausgabe 1899. - Der Text ist ident mit dem der Ausgabe Fisher Unwin/Cassell, auch die Illustrationen wurden nachgedruckt ohne Hinweis auf Enrico Mazzanti.</li>
<li><i>The adventures of Pinocchio.</i> (Übersetzung Walter S. Cramp, Bearbeitung Sara E. H. Lockwood, Illustrationen Charles Copeland) Ginn & Company, Boston/New York/Chicago/London 1904 (Digitale Version) <a href="https://de.wikisource.org/wiki/en:The_Adventures_of_Pinocchio_(1904)" class="extiw external" title="s:en:The Adventures of Pinocchio (1904)">(Wikisource)</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:The_Adventures_of_Pinocchio_(1904)" class="extiw external" title="c:Category:The Adventures of Pinocchio (1904)">(Abbildungen)</a>.
<ul><li>(dazu nahezu idente Ausgabe:) <i>Pinocchio. The adventures of a marionette.</i> (Übersetzung Walter S. Cramp, Bearbeitung Sara E. H. Lockwood, Illustrationen Charles Copeland) Ginn & Company, Boston/New York/Chicago/London 1904 (Digitale Version) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/pinocchioadventucoll/mode/1up?view=theater">(Internet Archive)</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pinocchio_-_the_adventures_of_a_marionette_(1904)" class="extiw external" title="c:Category:Pinocchio - the adventures of a marionette (1904)">(Abbildungen)</a>.</li></ul></li>
<li><i>Pinocchio. The adventures of a little wooden boy.</i> (Übersetzung Joseph Walker, Illustrator ungenannt) T. Y. Crowell, New York 1909 (Digitale Version) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/pinocchioadventu00coll_0">(Internet Archive)</a>.</li>
<li>(Autor: Carlo Lorenzini:) <i>The Marvelous Adventures of Pinocchio.</i> (Adventures Every Child Should Know Series) (Übersetzung Augustus G. Caprani, Herausgeber Mary E. Burt, Illustrationen Emily Hall Chamberlin) Doubleday, Page and Co, New York 1909.</li>
<li><i>The adventures of Pinocchio, a marionette. Arranged as a dramatic reader.</i> (Bearbeitung Emily Gray) A. Flanagan company, Chicago 1911 (Digitale Version) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/adventuresofpino00coll_5">(Internet Archive)</a>.</li>
<li><i>Pinocchio. A tale of a puppet.</i> M. A. Donohue & Co, Chicago 1911 (Digitale Version) <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pinocchio_-_the_tale_of_a_puppet_(1911)" class="extiw external" title="c:Category:Pinocchio - the tale of a puppet (1911)">(Abbildungen)</a>.</li>
<li><i>Pinoocchio. The story of a puppet.</i> (Illustrationen Maria L. Kirk) J. B. Lippincott Company, Philadelphia/London 1916 (Digitale Version) <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pinocchio_(1916)" class="extiw external" title="c:Category:Pinocchio (1916)">(Abbildungen)</a>.</li>
<li><i>Pinocchio. The tale of a puppet.</i> (Illustrationen Alice Carsey) Whitman publishing, Racine, Chicago 1917 (Digitale Version) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/pinocchiotaleofp00coll_0">(Internet Archive)</a>.</li>
<li><i>Pinocchio. The story of a marionette.</i> (Herausgeber Sidney G. Firman, Illustrator ungenannt) John C. Winston, Philadelphia/Chicago/Toronto 1923 (Digitale Version) <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/pinocchiothestor00coll">(Internet Archive)</a>.</li>
<li><i>Pinocchio - the story of a puppet.</i> (Illustrationen Violet Moore Higgins) Albert Whitman & Company, 1926 <a href="https://de.wikisource.org/wiki/en:Index:Pinocchio;the_story_of_a_puppet,_(IA_pinocchiothestor00coll_1).pdf" class="extiw external" title="s:en:Index:Pinocchio;the story of a puppet, (IA pinocchiothestor00coll 1).pdf">(Wikisource)</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pinocchio_-_the_story_of_a_puppet_(1926)" class="extiw external" title="c:Category:Pinocchio - the story of a puppet (1926)">(Abbildungen)</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aktuelle_deutsche_Ausgaben">Aktuelle deutsche Ausgaben</h3></div>
<ul><li><i>Pinocchio.</i> (Übersetzung Paula Goldschmidt, Illustrationen Thorsten Tenberken) <a href="Dressler_Verlag" title="Dressler Verlag">Dressler Verlag</a>, Hamburg 2001, ISBN 3-7915-3567-6.</li>
<li><i>Pinocchio. Die Geschichte eines Hampelmanns. Ein Fortsetzungsroman.</i> (Zweisprachige Ausgabe italienisch/deutsch) (Übersetzung Marianne Schneider) <a href="Schirmer/Mosel_Verlag" title="Schirmer/Mosel Verlag">Schirmer/Mosel Verlag</a>, München 2003. ISBN 3-8296-0073-9.</li>
<li><i>Pinocchio.</i> (Bearbeitung Kristina Franke, Illustrationen Kestutis Kasparavicius) (Coppenraths Kinderklassiker.) <a href="Coppenrath_Verlag" title="Coppenrath Verlag">Coppenrath Verlag</a>, Münster 2005, ISBN 3-8157-3920-9.</li>
<li><i>Pinocchio.</i> (Übersetzung Hubert Bausch, Illustrationen Sara Fanelli) <a href="Verlag_Sauerl%C3%A4nder" title="Verlag Sauerländer">Verlag Sauerländer</a>, Düsseldorf 2003, ISBN 3-7941-6015-0.</li>
<li><i>Pinocchio.</i> (Illustrationen <a href="Roberto_Innocenti" title="Roberto Innocenti">Roberto Innocenti</a>) <a href="Verlag_Sauerl%C3%A4nder" title="Verlag Sauerländer">Sauerländer bei Patmos</a>, Düsseldorf 2005, ISBN 3-7941-6054-1.</li>
<li><i>Die Abenteuer des Pinocchio.</i> (Übersetzung und Illustrationen <a href="Mario_Grasso" title="Mario Grasso">Mario Grasso</a>) <a href="Lappan_Verlag" title="Lappan Verlag">Lappan Verlag</a>, Oldenburg 2011, ISBN 978-3-8303-1150-8.</li>
<li><i>Pinocchio.</i> (Illustrationen <a href="Carlo_Chiostri" title="Carlo Chiostri">Carlo Chiostri</a>) <a href="Anaconda_Verlag" title="Anaconda Verlag">Anaconda Verlag</a>, Köln 2011, ISBN 978-3-86647-695-0.</li>
<li><i>Pinocchios Abenteuer. Die Geschichte einer Holzpuppe.</i> (Übersetzung Hubert Bausch, Illustrationen Enrico Mazzanti) (Reclam Taschenbuch Nr. 20683) <a href="Reclam-Verlag" title="Reclam-Verlag">Philipp Reclam jun.</a>, Ditzingen 2022, ISBN 978-3-15-020683-6.</li>
<li><i>Pinocchio. Abenteuer einer Holzpuppe.</i> (Illustrationen Enrico Mazzanti, Carlo Chiostri und Charles Copeland) Alfa-Veda Verlag Jan Müller, Oebisfelde 2024, ISBN 978-3-98837-022-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verfilmungen_und_Dramatisierungen">Verfilmungen und Dramatisierungen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pinocchiofilme%2C_-h%C3%B6rspiele_und_-b%C3%BChnenwerke" title="Pinocchiofilme, -hörspiele und -bühnenwerke">Pinocchiofilme, -hörspiele und -bühnenwerke</a></i></div>
<p>Das Buch von Collodi wurde oft dramatisch bearbeitet und verfilmt. Die erste Bühnenadaption entstand 1899, sie wurde von Gattesco Gatteschi und Enrico Guidotti
verfasst und von Luigi Rasi aufgeführt. 1911 widmete ihm <a href="Giulio_Antamoro" title="Giulio Antamoro">Giulio Antamoro</a> einen 45 Minuten langen, nachträglich <a href="Kolorieren" title="Kolorieren">handkolorierten</a>, <a href="Stummfilm" title="Stummfilm">Stummfilm</a>. Den Pinoccio spielte der damals berühmte Varietekünstler <a href="Ferdinand_Guillaume" title="Ferdinand Guillaume">Ferdinand Guillaume</a> alias <i>Polidor</i>. In den 1990er Jahren wurde eine fast komplette Kopie des Films wiederentdeckt und restauriert.<sup id="cite_ref-FP_29-3" class="reference"><a href="#cite_note-FP-29"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1932 realisierte der <a href="Japan" title="Japan">japanische</a> <a href="Regisseur" title="Regisseur">Regisseur</a> Noburō Ōfuji (1900–1961) einen Pinocchio-Film mit animierten Puppen, eine damals experimentelle Technik. Zeichentrickverfilmungen in Spielfilmlänge wurden bereits in den 1930er Jahren in Italien produziert, davon einige in Farbe.<sup id="cite_ref-FP_29-4" class="reference"><a href="#cite_note-FP-29"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aber erst der „immer wieder aufgefrischte“<sup id="cite_ref-UD_2-4" class="reference"><a href="#cite_note-UD-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Pinocchio_(1940)" title="Pinocchio (1940)">Film von Walt Disney</a> (1940), der ebenfalls neue Animationstechniken nutzte, verschaffte Pinocchio eine weltweite Präsenz.
</p><p>Von den Nachkriegsproduktionen seien hier nur stellvertretend für viele andere die <a href="Pinocchio_(1972)" title="Pinocchio (1972)">italienische TV-Serie</a> mit <a href="Gina_Lollobrigida" title="Gina Lollobrigida">Gina Lollobrigida</a> als <i>Blauer Fee</i> (1972), <i><a href="Roberto_Benignis_Pinocchio" title="Roberto Benignis Pinocchio">Roberto Benignis Pinocchio</a></i> (2002) und <i><a href="Guillermo_del_Toros_Pinocchio" title="Guillermo del Toros Pinocchio">Guillermo del Toros Pinocchio</a></i> (2022) genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ambivalenz_der_Verwendung">Ambivalenz der Verwendung</h2></div>
<ul><li>Der große Erfolg von <i>Pinocchio</i> und seinen Übersetzungen und Nachahmungen etablierte die <i>Lange Nase</i> als ein Symbol für eine <a href="L%C3%BCge" title="Lüge">Lüge</a>. Zeitgenossen, denen Lügenhaftigkeit unterstellt wurde (oder denen zumindest <i>eine</i> Lüge nachgewiesen werden konnte), werden seitdem in der Porträt<a href="Karikatur" title="Karikatur">karikatur</a> mit einer <i><a href="L%C3%BCge#Lange_Nase" title="Lüge">Pinocchio-Nase</a></i> dargestellt.</li></ul>
<ul><li>Trotz dieser negativen <a href="Assoziation_(Psychologie)" title="Assoziation (Psychologie)">Assoziation</a> ist <i>Pinocchio</i> als Figur, Bild oder <a href="Logo_(Zeichen)" title="Logo (Zeichen)">Logo</a> ein häufig verwendeter <a href="Werbetr%C3%A4ger" title="Werbeträger">Werbeträger</a>. So z. B. stellte Ende Oktober 2012 der Radsport-Weltverband <a href="Union_Cycliste_Internationale" title="Union Cycliste Internationale">UCI</a> Pinocchio als Maskottchen der <a href="UCI-Stra%C3%9Fen-Weltmeisterschaften_2013" class="mw-redirect" title="UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2013">Radsport-Weltmeisterschaften 2013</a> vor, die in Collodis Heimatstadt <a href="Florenz" title="Florenz">Florenz</a> stattfand. Dass der UCI eine Woche zuvor <a href="Lance_Armstrong" title="Lance Armstrong">Lance Armstrongs</a> sieben Siege bei der <a href="Tour_de_France" title="Tour de France">Tour de France</a> aberkannt hatte und damit die <a href="Ambivalenz" title="Ambivalenz">Ambivalenz</a> des Pinocchiosymbols wieder einmal offensichtlich wurde, führte zu spöttischen Reaktionen.<sup id="cite_ref-.10_40-0" class="reference"><a href="#cite_note-.10-40"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>Pinocchio ist ein häufiger Bewohner von <a href="Themenpark" title="Themenpark">Themenparks</a>: Im Dorf <a href="Collodi" title="Collodi">Collodi</a>, in der <a href="Toskana" title="Toskana">Toskana</a> zwischen <a href="Lucca" title="Lucca">Lucca</a> und <a href="Pistoia" title="Pistoia">Pistoia</a> gelegen, wurde von der Gemeinde ein Pinocchio-Park <i>(Parco di Pinocchio)</i> errichtet. Ein Rundgang führt zu den künstlerisch gestalteten Stationen der Pinocchio-Geschichte. – Im <a href="Miniatur_Wunderland" title="Miniatur Wunderland">Miniatur Wunderland</a> kann man Pinocchios Nase wachsen sehen – allerdings in Geppettos Werkstatt und nicht (wie in Collodis Text) bei der Fee mit den blauen Haaren.</li></ul>
<ul><li>Bei der Großen Eiche, an der Pinocchio baumelte, soll es sich um die <i>Hexeneiche</i> <i>(Quercia delle streghe)</i> handeln, die in der <a href="Provinz_Lucca" title="Provinz Lucca">Provinz Lucca</a>, in der Nähe von Gragnano (Gemeinde <a href="Capannori" title="Capannori">Capannori</a>) steht. Dies wird zumindest von der örtlichen <a href="Tourismus" title="Tourismus">Tourismuswerbung</a> behauptet.<sup id="cite_ref-.6_41-0" class="reference"><a href="#cite_note-.6-41"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li>Der Pinocchio-Eisbecher ist eine in vielen <a href="Eisdiele" title="Eisdiele">Eisdielen</a> angebotene <a href="Speiseeis" title="Speiseeis">Speiseeis</a>-Variante. Die charakteristische Nase wird dabei durch ein <a href="Waffelr%C3%B6llchen" class="mw-redirect" title="Waffelröllchen">Waffelröllchen</a> gebildet.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritische_Literatur">Kritische Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Dieter_Richter" title="Dieter Richter">Dieter Richter</a>: <i>Carlo Collodi und sein Pinocchio. Ein weitgereister Holzbengel und seine toskanische Geschichte.</i> <a href="Verlag_Klaus_Wagenbach" title="Verlag Klaus Wagenbach">Wagenbach</a>, Berlin 2004, ISBN 3-8031-2495-6.</li>
<li>Gerrit Confurius: <i>Der Pinocchio-Effekt. Vom Eigensinn des Ich in einer verkehrten Welt.</i> <a href="Sonderzahl_Verlag" title="Sonderzahl Verlag">Sonderzahl Verlag</a>, Wien 2009, ISBN 978-3-85449-317-4.</li>
<li>Ingrid Ramm-Bonwitt: <i>Pinocchio – naseweis, lustig, weltberühmt.</i> Puppen & Masken, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-935011-76-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pinocchio?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pinocchio</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/it:Le_avventure_di_Pinocchio" class="extiw external" title="s:it:Le avventure di Pinocchio">Wikisource: Le avventure di Pinocchio</a></b> – Originaltext (italienisch)</div>
<ul><li><a href="Anton_Grumann" title="Anton Grumann">Anton Grumann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/collodi/pinocchi/titlepage.html"><i>Pinocchio – Die Geschichte vom hölzernen Bengele</i></a> im <a href="Projekt_Gutenberg-DE" title="Projekt Gutenberg-DE">Projekt Gutenberg-DE</a>. Deutsche Übersetzung von 1913.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pinocchio.it/">Nationalstiftung Collodi-Pinocchio</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.classicistranieri.com/carlo-collodi-le-avventure-di-pinocchio-audiobook-mp3-lettura-di-valerio-di-stefano.html">Hörbuch.</a> Aufnahme der italienischen Originalausgabe</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ardaudiothek.de/rubrik/hoerbuch/urn:ard:page:456250451bf5b187/">Hörbuch</a>: Carlo Collodi: Pinocchio – Die Geschichte vom hölzernen Bengele, 13 Folgen, 01.12.2025, MDR KULTUR auf ARD Audiothek</li>
<li>Arte: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=SEmGJvqjvU0"><i>Toskana: Heimat von Pinocchio (Video verfügbar bis zum 12. März 2027)</i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a></li>
<li>Perri Klass: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.smithsonianmag.com/travel/the-real-pinocchio-180980027/"><i>The Real Story of Pinocchio Tells No Lies</i></a> im Smithsonian magazine, Juni 2022.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-FJ-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-FJ_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-FJ_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-FJ_1-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Franca Janowski: <i>Ottocento: Letteratura per l'infancia: Collodi und De Amicis.</i> in: Volker Kapp (Hrsg.): <i>Italienische Literaturgeschichte. Zweite, verbesserte Auflage.</i> J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1994, ISBN 3-476-01277-8, Seite 297 bis 299.</span>
</li>
<li id="cite_note-UD-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-UD_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-UD_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-UD_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-UD_2-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-UD_2-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Pinocchio.</i> in: Ulf Diederichs: <i>Who’s Who im Märchen.</i> Padmos Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-491-96175-0, Seite 245 bis 247.</span>
</li>
<li><span class="mw-cite-backlink">↑ </span> <span class="reference-text">Carlo Collodi: <i>Pinocchios Abenteuer. Die Geschichte einer Holzpuppe.</i> Übersetzt von Hubert Bausch. Mit Illustrationen von Enrico Mazzanti. (Reclam Taschenbuch Nr. 20683) Philipp Reclam jun., Ditzingen 2022, ISBN 978-3-15-020683-6.</span>
<ol class="mw-subreference-list"><li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. II.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-5">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-5-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-5-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-5-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-5-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">Kap. XXXVI.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. VIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-7">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Kap. XVII, XXIX.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XV.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XVIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XVII.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXV.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-13">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Kap. XXXIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXXIV.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-15">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-15-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Kap. XXXVI.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-16">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-16-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Kap. XXIX.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXIV.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXXII.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. IV.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XX.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXVI, XXVII.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXVIII.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Kap. XXII.</span>
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<ol class="mw-subreference-list"><li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">S. 189.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">S. 192.</span>
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/118986872">118986872</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/nb2015019808">nb2015019808</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/62348958/">62348958</a></span> | </div>
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